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Was wäre aus Romeo und Julia geworden, wenn sie nicht aus der Verkettung unglücklicher Umstände den Tod gefunden hätte ? Lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende ? Interessanterweise enden fast alle großen Liebesgeschichten entweder mit dem Tod oder mit einem "... und sie lebten bis an ihr Lebensende".

Beziehungen von heute funktioniere nicht so. Beziehungsarbeit ist dabei das neue und modernere Stichwort. Ist anstrengend und klingt nicht nur so.

 

Was ist Beziehungsarbeit ?

Klingt furchtbar trocken. Es ist die Arbeit an der Beziehung an sich. Das Klären von Sehnsüchten und Wünschen. Das Reflektieren des Alltags und wo und wie es klemmt. Das Verstehen des Systems der Beziehung. Viel Kommunikation und die Bereitwilligkeit sich auch über Dinge, die weh tun, auseinander zu setzen. Aber auch das Finden von Gemeinsamkeiten und Zeitkorridoren, um Gemeinsamkeiten zu pflegen. Und genau das macht die Beziehung so schwierig. Selbst die glücklichste Beziehung hat ihre Probleme. Das ist unsere Erfahrung. Und den Konsens zu finden, ist oft harte Arbeit.

Trotzdem sind Beziehungen wichtig. In ihr finden wir stabilen Halt, Geborgenheit. Können uns fallen lassen, da wir vertrauen können, dass diese nicht einfach verschwindet. Sie bildet den Rahmen für die Liebe und meistens auch für die Sexualität. In unserer Lebenbeziehung haben wir doch die höchsten Erwartungen. Erwarten maximale Liebe, die besten Sexualität, ein harmonisches Zusammenleben und das Nest für die Familie. Genau diese hohen Anforderungen treffen auf die meist harte Realität. Vorgespiegelt bekommen wir dann die doch tollen Beziehungen der anderen. 

Komisch nur die eigene hat ihre Probleme und erfüllt nicht alle Wünsche. Vielleicht ist es ein erster Schritt zu erkennen, dass auch die Lebensbeziehung ein Weg ist und kein Ziel. Das "Ankommen" welche sich viele wünschen nur ein erster Schritt ist. Beziehungen haben eine gemeinsame Vision von einem Leben. Diese Sehnsucht ist nicht notwendigerweise greifbar. Aber der Weg dorthin ist es schon. Und der Weg ist eben schwierig. Die dauernde Harmonie, die Mann und Frau sich wünschen, wird immer wieder unterbrochen durch Konflikte.

Auflösung von Konflikten

Und für jeden Konflikt sollte es auch eine gelebte Gemeinsamkeit geben. Jeder Konflikt auch wenn es sich nicht auflösen lässt, sollte zumindest die Konstanz der Beziehung nicht in Frage stellen. Aber genau das bei einer Vielzahl von Beziehungserfahrungen ein zusätzliches Problem. Wie eine Stimme im Kopf, die einem sagt, geh doch einfach, wenn Du dich selbst nicht erfüllt sehen kannst. Für die Beziehungsarbeit bedeutet es eben im Kontakt bleiben und diesen nicht abbrechen. Auch wenn Pausen zulässig sind. Schwierigkeiten wohin man nur blickt. Lohnt sich das denn ? Ohja ... denn die Fülle einer glücklichen Beziehung. Wenn das Verhältnis aus guter Zeit zur problematischen Zeit stimmt, dann ist man dem Glück doch sehr nahe. Denn eine gute Beziehung gibt einem auch Bestätigung für das eigene Tun und Handeln.

Erarbeitung von positiver Paarzeit

Um die Kraft für die Konfliktlösung zu haben, um die Belastungen durch äußere Einflüsse - Kinder, Familie, Berufstätigkeit und andere - zu überwinden, ist es wichtig regelmässige Paarzeit mit positiven Emotionen zu haben oder sich einzuräumen. Gerade bei "Langzeit-" Paaren sind diese Dinge in Routine untergegangen und versandet. Doch bei Freilegung und Neugestaltung können hier an die ursprünglichen positiven Beziehungskräfte angeknüpft und neue gemeinsame Projekte entwickelt werden.

Unser Ansatz

  • Der Beziehungskontrakt ist für uns ein zentrales Element der Beziehungsarbeit. Jede Beziehung hat eine mutuelle und halbwegs ausgeglichene Beziehungsbilanz und Vereinbarungen in welchen Rahmen die Beziehung sich bewegt. Unter Umständen müssen diese Vereinbarungen wieder diskutiert und entstaubt werden. Unsere vielfältige (Selbst)Erfahrung von monogamen Familienstrukturen bis hin zu polyamoren Patchworkstrukturen bringen wir ein und diskutieren neue Möglichkeiten des Beziehungsansatzen bei Steigerung der Liebesfähigkeit.
  • In unserer ganzheitlichen Beratung  besprechen wir das gesamte System der Beziehung - von Sexualität, Liebe bis zur Familie. Im Sinne des Crucible Ansatzes von David Schnarch schauen wir uns gemeinsam alle Aspekte und ihre Auswirkungen an. Gerade der Eros hat einen großen Anteil positive Emotionen zum Wohle der Beziehung hervorzurufen. Unerfüllte sexuelle Wünsche haben eine direkte Auswirkung auf das System der Beziehung und unterdrücktes Ausleben oder Verzicht gestattet keine Auflösung.
  • Affären und Seitensprünge mit ihren tiefen Vertrauensverlusten möchten wir mit beiden Partnern auflösen und neu gestalten. Hierzu dienen Einzel- wie Paarsitzungen in denen wir mit Schmerz, Eifersucht und Vertrauen arbeiten.
  • Mit körpertherapeutischen Methoden erarbeiten wir uns positive und negative Emotionen und proben den Umgang und Auflösung damit. Wir möchten mit unserem Ansatz nicht nur im System (Geist) bleiben sondern auch ins praktischen Tun kommen. In geschützten Räumen neues probieren und erproben.
  • Trancetechniken, NLP und Hypnose setzen wir ein, um den Wünschen und Möglichkeiten an den Partner auf den Grund zu gehen und Konfliktsituationen neu zu bewerten.
  • Die Wiederherstellung einer spannenden Liebesfähigkeit und anderer Paarpotentiale in ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten ist ein wichtiger Ansatz unserer Arbeit. Wie oft haben wir gehört "Sie hat keine Interesse an Sexualität" und "Er kann seine Gefühle nicht ausdrücken". Dagegen kann man etwas tun.
  • Unabhängige Standpunkte und angeleitete Moderation bis hin zur Mediation ermöglichen neue Sicht- und Herangehensweisen.